Kampagne 2006:

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Neuigkeiten zum Burgwall Isingerode:

(14.02.2007)

In den vergangenen Wintermonaten hat unser Grabungsleiter Wolf-Dieter Steinmetz das Fundmaterial gesichtet. Zwei auffällige Beobachtungen konnten gemacht werden:
Bei der chronologischen Einordnung der bronzezeitlichen Scherben klafft eine beträchtliche Lücke. "Uns fehlt Hallstadt B..." Außerdem ist die späte Eisen- / frühe Kaiserzeit stärker vertreten, als bisher gedacht. Will sagen: Wir haben es vermutlich mit drei getrennten Siedlungsphasen zu tun. Ein Teil des Fundmaterials datiert an den Beginn der jüngeren Bronzezeit, ein Teil an deren Ende bzw. in die ältere Eisenzeit. Dazwischen scheint der Platz für mehrere Generationen, vielleicht für zwei Jahrhunderte, unbesiedelt gewesen zu sein. Da stellt sich natürlich die Frage, ob beiden bronzezeitlichen Phasen eine Befestigung zugewiesen werden kann, und wie das zeitliche Verhältnis zu den massiven (Brand-)Zerstörungshorizonten ist. Als sicher können wir annehmen, dass die viel spätere Besiedlungsphase um Christi Geburt eine Befestigung aufwies. Auch schließt Steinmetz nicht aus, dass die im vergangenen Jahr aufgedeckten Balkenstrukturen nicht, wie vermutet, zu einem Haus gehörten, sondern als Überreste einer Holzkastenkonstruktion Teil der bronzezeitlichen bzw. früheisenzeitlichen Befestigung waren. Dies erschien uns zunächst unwahrscheinlich, da sie so weit vom Graben entfernt lagen. Nach den Befunden der letzten Grabungstage aber nehmen wir an, dass der deutlich erkennbare Graben erst zur 3. - "germanischen" - Phase gehörte, während die bronzezeitliche Befestigungslinie mehrere Meter weiter "innen" verlief, und damit in die Nähe der verkohlten Balkenstruktur rückt.
Entsprechend werden wir beim Beginn der diesjährigen Kampagne genau dort 

weitermachen, wo wir im vergangenen Jahr aufgehört haben, und noch weiter in die Tiefe gehen, um Klarheit zu gewinnen. Im Bereich der Balkenstruktur wird die Fläche erweitert, und der äußere Graben, den wir mit dem Schnitt bisher noch nicht erfasst haben, kommt erst danach an die Reihe.
Vor Grabungsbeginn soll eine großflächige geophysikalische Prospektion durchgeführt werden. Wenn machbar, soll sie sich auch auf den südlichen Gegenhang erstrecken, wo ein Urnengräbrfeld vermutet wird (siehe Bericht von Steinmetz auf www.fabl.de ).

Wie soll man die Spannung bis zum Karfreitag nur aushalten?  Da startet unsere zweite Kampagne in Isingerode.
Am 8. März um 19 Uhr gibt es im Dorfgemeinschaftshaus in Schladen nochmal einen Vortrag von Wolf-Dieter Steinmetz zum aktuellen Erkenntnisstand. 

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→ Isingerode Ausgrabungskampagne 2007

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