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Lothars
kleines Grabungstagebuch VII:
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Persönliche
Erlebnisberichte von der Ausgrabung am Burgwall Isingerode
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18. Grabungstag,
13.08.2006:
Unser "Tag der offenen Ausgrabung" war ein voller
Erfolg. Die Bilder sprechen für sich. Wolf-Dieter Steinmetz
hatte bei seinen Führungen jeweils an die hundert
Zuhörer. Bei einer habe ich versucht, sie
durchzuzählen, und kam auf 97.
Wir hoffen, ein Interesse an der regionalen Archäologie
geweckt zu haben, genauso wie ein besseres Verständnis der
jüngeren Bronzezeit, einer Epoche, über die in
breiteren Kreisen der Bevölkerung bisher wohl wenig bekannt
ist.
Unsere Arbeit machen wir ja nicht nur zum Zeitvertreib, auch nicht
für eine in sich abgekapselte Elfenbeinturmwissenschaft.
Für das fast vollständig anwesende Grabungsteam war
dies sicher der Höhepunkt des Jahres.
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Auch die Arbeit ging sehr gut voran:
Foto links:
Im Grabenbereich gehen wir auf ein Meter sechzig. Die untere,
südliche Hälfte der Grabenverfüllung bleibt
dabei sehr fundreich.
Foto rechts:
Auch im Siedlungsbereich wird weiter gearbeitet, hier aber nur mit 5 cm
Abtrag. Jedes Tütchen auf dem Foto ist eine Scherbe
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Foto
links: Wie schon im letzten Bericht angekündigt,
wurde das Ergebnis der geophysikalischen Prospektion vorgestellt.
Hervorragend erkennbar ist die Torsituation. Andere Strukturen im
Magnetbild geben noch Rätsel auf und warten auf
spätere Ausgrabung!
An dieser Stelle sei Dr.
Ing. Schenk (Berlin) und Arcontor
(Braunschweig) nochmals herzlicher Dank für diese Arbeit
ausgesprochen.
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Zwei
Ausreißer im Fundspektrum:
Foto oben Mitte:
Scherben eines Gefäßes, das wahrscheinlich ein
Importstück, vielleicht aus Südwestdeutschland
darstellt.
Foto oben rechts:
In der
Grabenverfüllung, in etwa ein Meter Tiefe fand sich diese mit
Rollrädchen verzierte, "germanische" Scherbe, typisch
für
ältere römische Kaiserzeit. Für diese Epoche
hatten wir
hier keine Funde erwartet. Bisher gibt es auch keine weiteren Anzeichen
für Siedlungsaktivität o.ä. in dieser Zeit.
Foto unten links:
Für das leibliche Wohl von Besuchern und Ausgräbern
war mit
Kuchen und Bratwurst, heißen und kalten Getränken
gesorgt.
Foto unten rechts:
Nach
einem erfolgreichen Tag saß eine kleine Truppe noch lange
zusammen und wurde mit einem malerischen Mondaufgang über
Hornburg
belohnt. Diesen einzufangen, versagten jedoch meine fotografischen
Künste. So bleibt das Bild der Erinnerung derer Vorbehalten,
die
dabei waren.
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