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"Erdwerke"?
- große Grabenstrukturen aus der Jungsteinzeit |
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Am 11. Dezember eröffnet in Wolfenbüttel (Abteilung Ur- und Frühgechichte des Braunschweigischen Landesmuseums - Kanzleistraße) die Sonderausstellung “Monumente der Steinzeit (I) - Erdwerke im Braunschweiger Land”. Sie führt den Besucher in die tiefe Vergangenheit unserer Heimat, mit neuesten Forschungsergebnissen in eine Zeit vor fast sechstausend Jahren. |
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Die Menschen vergangener Epochen haben Spuren in unserer
Landschaft hinterlassen. Manche dieser Spuren wirken vielleicht eher
unscheinbar, andere sind dagegen so groß, dass man sie nur
aus der Luft bei günstigen Bedingungen überblicken
kann. |
Ausschnitt aus dem Google-Satellitenbild (bearbeitet) : Erdwerk südlich von Heiningen |
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EWBSL: Erdwerke im Braunschweiger Land - der druckfrische Forschungsbericht. |
Eine
Reihe der monumentalen Erdwerke weist eine sehr
ähnliche
Form und Größe auf, fast als wären sie nach
“einem
Baumuster” errichtet. Und die Funde aus den
Probegrabungen sprechen dafür, dass sie in einer ganz
bestimmten Epoche, von einer ganz bestimmten Kultur angelegt wurden: |
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Natürlich stellt sich die Frage:
Wozu all die Mühe?
Eine Interpretation als Verteidigungsanlagen bzw. als befestigte
Siedlungen scheidet nach den inzwischen bekannten Befunden aus.
Geschwinde und Raetzel-Fabian entwickeln ein faszinierendes
Modell, welche Bedeutung die monumentalen Erdwerke für die
Gesellschaft der Michelsberger Kultur gehabt haben
könnten. |
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Grafik: Braunschweigisches Landesmuseum |
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Die Ausstellung ist ab dem 11.12.2009
während der regulären Öffnungszeiten der |
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Meine persönliche Hoffnung ist, dass die
archäologische Denkmalpflege und die Ur- und
Frühgeschichtsforschung hier “am Ball
bleiben”. Denn noch sind längst nicht alle der
jungsteinzeitlichen Erdwerke archäologisch
“angeschnitten”. (Eine vollständige
Untersuchung auch nur einer der Anlagen wäre nicht zu
realisieren. ) Zu den "Erdwerken" brennen mir noch eine Reihe (unqualifizierter) Bemekungen auf der Feder. Die Lektüre des EWBSL-Bandes war in hohem Maße anregend. Wie ist das Verhältnis zwischen Michelsberger und Baalberger Kultur in Bezug auf die Erdwerke in unserer Region? Wie groß ist der Arbeitsaufwand zur Errichtung solcher Anlagen einzuschätzen (ältere, vielleicht überholte Betrachtungen dazu in "Pipelinearchäologie" S. 25) und welche Implikationen hat das für die Struktur der sie errichtenden Gemeinschaften? Und natürlich: EWBSL ist die erste größere Publikation, die mehrfach randlich "unser" Forschungsprojekt in Isingerode erwähnt. Leider scheinen da einige Mißverständnisse vorzuliegen. Wenn ich die Zeit finde, werde ich zu diesen Fragen ein paar Zeilen schreiben... |
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