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Lothars
kleines Grabungstagebuch 2009 - Folge 13
Persönliche
Erlebnisberichte von der Ausgrabung am Burgwall Isingerode
Die Arbeiten bis Ende Oktober in Stichworten
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Obwohl wir an den
vergangenen Wochenenden fleißig gewesen sind, haben wir im
neuen Schnitt noch nicht eine Tiefe erreicht, in der es wirklich
spannend wird.
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Teammitglieder
bitte ich die interne Ankündigung am Ende
dieser Seite zu beachten! → HIER.
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Der
Fortschritt der Grabung bis Ende Oktober in Stichworten:
Samstag 17.10.
Dauerregen. Achim, Michael und Wolf-Dieter
brechen am frühen Nachmittag die Arbeiten ab.
Sonntag 18.10.
ist es zunächst trocken. Fast das ganze Team ist da.
(Achim und Achim, Angelika, Bärbel, Gabi, Gisela, Harald,
Lothar, Michael, Reinhard, Uwe und Wolf-Dieter.)
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In 60-65N/0-5E+
wird der Abtrag auf -50 vollendet. Erwartungsgemäß
wird nach dem Putzen in einer Ecke die Asche der Brandschicht
“B1” als heller, diagonal verlaufender Streifen
sichtbar. Nordwestlich davon (“innen”) weiterhin
undifferenzierter Lehm.
60-65N/5-10E:
Freilegen der Brandschicht.
65-70N/5-10E:
Nach dem Putzen des Planums -40 ist auch hier die Asche von B1, z.T.
mit Holzkohlestücken klar als Diagonale in der Fläche
sichtbar. Nordwestlich davon (“innen”) weiterhin
undifferenzierter Lehm. Funde: Wenig Keramikbruch, Flint.
70-75N/0-5E:
Nach dem Putzen des Planums -50 kein Befund, bis auf eine
möglicherweise zufällige Konzentration von Steinen im
Südosten der Fläche. Undifferenzierter Lehmboden. Der
Abtrag auf -60 wird begonnen. Keine Veränderung der
Bodenbeschaffenheit. Deutliche Zunahme der Funddichte. Viel
kleinteiliger Keramikbruch, darunter ein Bodenstück, ein
Randstück (Fingertupfenrand? - muss noch gereinigt werden),
ein Stück aus der Schulter vielleicht eines doppelkonischen
Gefäßes. Zwei wahrscheinlich neuzeitliche
Eisenobjekte noch etwa 50 unter Oberfläche. Ein Hufeisennagel
und ein ca. 10cm langes Objekt, im Querschnitt quadratisch (2cm
Kantenlänge am einen, 1cm am anderen Ende).
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Bildmitte: Die
Brandschicht "B1" zieht sich diagonal durch die Fläche (hier
65-70N/5-10E, Abtrag 40 cm unter heutiger Oberfläche). Auf
diesem Foto "dahinter", stratigrafisch aber "darüber" liegt
die undifferenzierte, lehmige Schicht. Diese enthält zwar
vorgeschichtlichen Keramikbruch, aber teilweise auch neuzeitliche Funde.
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Ein ähnliches
Bild zeigt sich in 60-65N/0-5E. Hier ist erst beim Abtrag 60
cm u.h.O. eine Tiefe erreicht, in der die Brandschicht B1
angeschnitten wird. In diesem Foto rechts wieder die undifferenzierte
Lehmschicht. Zwischen dem weißen Ascheband und dem
bränlichen Lehm gibt es eine im Planum 1 m breite
Übergangsschicht.
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Der Charakter dieser
Übergangsschicht ist noch zu klären. In den Profilen
des alten Schnittes war sie nicht klar "nach oben" abzugrenzen.
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Samstag 24.10. beste
Arbeitsbedingungen. Der Boden ist feucht, das Wetter trocken, um die
Mittagszeit sogar sonnig.
Team: Achim und Achim, Bärbel, Gabi, Gisela, Lothar, Uwe und
Wolf-Dieter.
Funde: Weiterhin erhöte Funddichte (vorgeschichtlicher
Keramikbruch), besonders in 70-75N/0-5E.
Befunde: In 60-65N/0-5E wird bereits die Ascheschicht "B1" angekratzt.
Damit zieht sich diagonal über die Fläche ein
weißes Band.
Sonntag
25.10.:
Das Team ist vormittags zur Feldbegehung in Wallmoden.
(Näheres dazu →
HIER.)
Nachmittags: Achim und Achim, Angelika, Bärbel, Harald, Hugo,
Liane, Lothar, Michael, Uwe und Wolf-Dieter.
Funde: Außer dem üblichen Keramikbruch zwei
Metallfunde, allerdings wohl neuzeitlich. Eine Messingschnalle (Foto
rechts), ca. 50
cm unter Oberfläche in 70-75N/0-5E; ein flaches
Eisenstück, ca. 10 cm lang, etwa 60 cm unter
Oberfläche in 60-65N/0-5E, aber stratigrafisch noch
über der Asche von B1 in der undifferenzierten Lehmschicht.
Am Samstag 31.10.
waren nur Achim Scheffler und Chef Wolf-Dieter in Isingerode. Michael
und ich waren "zu anderen Arbeiten abbeordert". Vom Sonntag 01.11. habe
ich noch keine Nachricht. Ich selbst war an diesem Tag nicht
draußen.
→ Weiter zum letzten Grabungswochenende der Kampagne 2009.
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Interne
Ankündigung:
Am Wochenende 07./08.11. finden keine Ausgrabungen statt! Wir versuchen
alle Mitglieder des Teams noch einzeln zu benachrichtigen.
Das Wochenende 14./15.11. ist das letzte Grabungswochenende der
diesjährigen Kampagne. Traditionsgemäß
wollen wir das
jährliche Abschlussfoto mit dem Kernteam machen.
Alle Mitarbeiter sind also gebeten, zumindest Sonntag
nachmittags
zur Grabung zu kommen.
An den dann folgenden Wochenenden werden wir bei Bedarf den Aufbau der
Sonderausstellung "Monumente der Steinzeit" im Museum in
Wolfenbüttel unterstützen, hauptsächlich mit
Malerarbeiten. Die Ausstellung stellt die Ergebnisse des
Forschungsprojektes zu den jungsteinzeitlichen Erdwerken im
Braunschweiger Land vor. Sie soll am 11.12. eröffnet werden.
Dazu
schreibe ich hier demnächst noch etwas.
Die Kampagne 2010 in Isingerode startet voraussichtlich wieder am
Osterwochenende. Auf dem Plan stehen zunächst weiter die
Untersuchungen im Innenraum, und wir sollten dann auch bald auf die
erwarteten Befunde stoßen.
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