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Lothars
kleines Grabungstagebuch 2009 - Folge 12 |
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Mittagspause am 11. Oktober |
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Am Samstag, dem Tag der Deutschen Einheit, ruhte die
Grabung, da sich die Freunde der Archäologie inklusive fast
des gesamten Grabungsteams auf Exkursion befanden. Am Sonntag fanden
wir ideale Grabungsbedingungen vor. Der
Boden war durch Regenfälle über die Woche weich, aber
nicht matschig geworden. Der Tag blieb weitgehend sonnig, und den
starken Wind hielt der Waldstreifen westlich des Schnittes von uns ab. Man muss einräumen: Es gab keine spektakulären Funde oder Befunde. Der Motivation des Teams tat das keinen Abbruch. Irgendwann, in größerer Tiefe werden sie schon kommen. Und alle hatten noch die auf der Exkursion gesehenen Schnitte am “Harzhorn” vor Augen, wo sich die Ausgräber durch große Flächen unfreundlichen steinigen Waldbodens gequält hatten - mit sehr magerer Ausbeute. |
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Links: Scherbe mit
Kammstrich. Ich habe natürlich nicht alles gesehen, was an
Scherben in diesen Tagen herauskam. Aber ich habe den Eindruck, dass
ein großer Anteil des Materials schwarz und mit
weißen Splittern gemagert ist, dabei ganz unterschiedliche
Wandstärken und Oberflächen aufweist. Und
das halte ich doch - wenn ich so an das Fundspektrum der vergangenen
Kampagnen denke, für eher untypisch... |
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Lediglich in Verlängerung der aus dem alten Schnitt bekannten Brandschicht “B1” die der Innenseite des Walles folgt, zeichnen sich klare Befunde ab, die direkt unter der hier kaum mehr als 25 cm starken Pflugschicht einsetzen. Das entspricht unserer Erwartung für diesen Quadranten. Sehr gut passt das zu dem diagonalen Profil aus dem alten Schnitt, das wir ja offen gelassen hatten, um es nun ins Innere der Anlage zu verlängern. Dazu ein paar Fotos: |
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Keine
25 cm unter der Oberfläche setzt die vom Pflug gekappte
Brandschicht ein. (Foto vom 04.10.) |
Im Vordergrund das alte Nordostprofil (von Hugo frisch übergeputzt), dessen Strukturen sich in der neuen Fläche (jenseits der gelben Linie) fortsetzen. (Foto vom 04.10.) |
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Die
gleiche Fläche wie oben, ein etwas anderer Blickwinkel und
kaum |
In den anderen Flächen haben wir es mit gleichförmigem Lehmboden zu tun. Nur hier im Bildvordergrund war dieser auffällig dicht mit ca. faustgroßen Steinen durchsetzt. (Helligkeitsunterschiede im Boden auf diesem Foto resultieren nur aus unterschiedlichem Austrocknungszustand.) |
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Als Planskizze mit Stand vom 11.10. sieht der Schnitt grob so aus: |
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Eine Skizze - wie gesagt. Exakte Zeichnungen gibt es
beim Grabungsleiter. Viel zu skizzieren habe ich noch nicht. Der
größte Teil der Fläche ist weiterhin von
jener undifferenzierten, lehmigen Schicht bedeckt, die über
der Asche der letzten Brandkatastrophe "B1" liegt. Sie ist wohl durch
das Zerfließen und Abpflügen des Walles entstanden.
Nach den erwähnten neuzeitlichen Funden ist das zu einem guten
Teil erst in den letzten hundert oder hundertfünfzig Jahren
erfolgt. |
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Interne
Ankündigung: |
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↑ Und so sieht das in Wallmoden aus. ↑ |
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2009: |
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Folge12 |
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