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Wie angedroht: Unser Schnitt in Isingerode wurde am
15./16. August zugeschoben. Das ganze Wochenende verbrachte Holger bei
brüllender Hitze auf dem Radlader. Danke für seine
Anstrengungen! Michael hatte schon recht mit seiner Bemerkung: Es
wäre etwas enttäuschend, wenn das, was wir in
dreieinhalb Jahren in mühevoller Kleinarbeit
ausgelöffelt haben, nicht auch dem
Großgerät beim Zuschieben einige Mühe
abverlangen
würde.
Ich begab mich am Sonntagmorgen kurz nach Isingerode, um mal einen
Blick zu riskieren.
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Gegen
Mittag verließ ich zunächst wieder die Grabung, nahm
mir aber fest vor, am Abend zurückzukehren. Chef Wolf-Dieter
und Holger waren nämlich optimistisch, dass vielleicht noch
die Pflugschicht der neuen Fläche abgeschoben werden
würde.
Auf halber Höhe zurück ins Tal lag
auf dem Weg ein totes Tier. Als ich gekommen war, lag es noch nicht
dort. Das Blut war noch frisch. Eine Schlange oder doch eher eine
Blindschleiche mit abgebissenem Kopf? Ist das vielleicht ein
Vorzeichen? Wenn ja: Ein gutes, oder ein schlechtes? (Nein, ich bin in
Wirklichkeit nicht abergläubisch. Aber in antiken Berichten
und in der Mythologie werden gelegentlich Adler mit einer Schlange in
den Krallen oder im Maul als wichtige Vorzeichen beschrieben, und das
kam mir so in den Sinn...)
Am Abend jedenfalls war tatsächlich schon ein
größerer Teil des neuen Schnittes abgeschoben. Hugo
und Liana waren auch vorbeigekommen, um sich das anzusehen. Die neue
Fläche ist fünfzehn auf zehn Meter groß.
Das ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt der ehemaligen
Innenfläche der Befestigung, vielleicht ein Prozent. Aber mit
etwas Glück kriegen wir hier ausreichend gut erhaltene
Befunde, um ein paar der interessanten Fragen zu klären. Eine
viel größere Fläche würden wir
kaum in dem geplanten Zeitraum ausgraben können. Auf einer
deutlich kleineren Fläche aber dürfte es kaum
möglich sein, irgendwelche Baustrukturen zu
erkennen, auf die wir ja unter anderem hoffen.
(Meine in der letzten Folge formulierten Hoffnungen und Erwartungen
sollten ja erklären, was man vielleicht, eventuell
hier vorfinden k ö n n t e.)
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Obwohl
beim Abschieben weder Funde gemacht wurden, noch ernsthaft Befunde zu
erkennen waren, erschien das Material des Bodens keineswegs
gleichförmig. Wir sind also schon gespannt auf das erste
Planum!
Noch aber ist es nicht so weit. Am Donnerstag werde ich unserem
Fundaufarbeitungsteam im Museum einen Besuch
abstatten. Am kommenden Wochenende geht es noch nicht weiter. Das
Wochenende darauf ist am Sonntag “Tag der offenen Ausgrabung
bei
unserer Schwestergrabung Hünenburg/Heeseberg (30.08.). Da
werden wir mal
schauen, was das Hünenburgteam Neues herausgefunden hat. - Und
dazu wird es auf dieser Seite dann zumindest ein paar Fotos geben.
Das
erste Septemberwochenende ist noch Pause. Aber am zweiten
Septemberwochenende soll’s weitergehen. Ich schätze,
wir
werden dann ersteinmal den Rest der Pflugschicht runternehmen und so
eine Art Schaufelplanum machen. In dem steinigen Boden sieht das
hinterher sicher nicht gleich so gut aus, wie ein Schaufelplanum in
Sand oder
Lehm. Jedenfalls müssen bis zu zehn Zentimeter runter. Grobe,
harte Arbeit. Dazu werden wir die
kräftigeren “Jungs” aus unserer Truppe
zusammentrommeln.
→ Weiter zur
nächsten Folge: Zwischenspiel - Tag der Ausgrabung
auf der Hünenburg / Heeseberg
... und hier geht's
weiter in Isingerode / neuer Schnitt →
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