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Am
24. Mai veranstaltete Dr. Thomas Dahms / Ostfalennetzwerk eine
Tagesexkursion unter dem Motto
"Wir in der
Bronzezeit".
Auf dem Programm standen
- der Besuch unserer Ausgrabungsstätte mit
anschließendem Mittagessen im Itschenkrug in Isingerode
- der Besuch der Ausstellung zu den spektakulären Funden der
jüngeren Bronzezeit aus der Lichtenberghöhle im
"Höhlenerlebniszentrum" bei Bad Grund
- ein abschließendes Kaffeetrinken mit
"Überraschungsgästen".
Ich begleitete die Gruppe und gestaltete inhaltlich den ersten
Programmpunkt. Nur eine kleine Anzahl von Teilnehmern hatte sich
für die Exkursion angemeldet, aber umso intensiver war der
Austausch, und gerade beim letzten Programmpunkt hätte sich
bei einer größeren Gruppe kaum ein so gutes
Gespräch entwickelt.
Zunächst also ging es hinaus auf unsere Grabung, wo ich unser
Projekt vorstellte. Einerseits im Schnitt, andererseits mit Fotos und
Grafiken erklärte ich, auf welche Weise wir hier versuchen,
etwas über die Vergangenheit herauszufinden, und was das
besondere des Platzes und der Epoche ist.
Das "Höhlenerlebniszentrum" verdient eine längere
Würdigung, als das mein Grabungstagebuch an dieser Stelle
verträgt. Eine ausführliche Kritik zur dortigen
Ausstellung im "Museum am Berg" möchte ich vielleicht
später auf diesen Seiten zum Besten geben. Aber obwohl es da -
aus meiner Sicht - Verschiedenes zu kritisieren gibt, und ich mit einem
sehr zwiespältigen Gefühl bezüglich der
Präsentationsform das Museum
verließ: Diese Ausstellung muss man sich ansehen. Ich werde
sicher dieses Jahr nocheinmal dort hinfahren...
Die "Überraschungsgäste" beim Kaffeetrinken waren
Roland Lange Autor der Erzählung
"Der Nachfahre" - und seine
"Titelfigur", der "Nachfahre" Manfred Huchthausen.
Hintergrund: Durch
DNA Untersuchungen wurde festgestellt, dass Herr Huchthausen in
direkter männlicher Linie von den Menschen abstammt, die in
der jüngeren Bronzezeit in der Lichtensteinhöhle
bestattet wurden. Auch diese spannende Geschichte, besonders aber der
zweite Teil des Buches, in dem Roland Lange Episoden aus dem
Leben in einer befestigten Siedlung der jüngeren Bronzezeit am
Rande des Harzes erzählt, verdient demnächst eine
längere Abhandlung. Dabei sei erwähnt, dass der Autor
nicht ins Blaue hinein phantasiert, sondern sich intensiv von dem
Archäologen Dr. Stefan Flindt hat beraten lassen.
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Links:
Erläuterungen zur Ausgrabung der befestigten
Siedlung in Isingerode. Rechts: Lesung aus "Der Nachfahre" mit
anschließender Diskussion. Rechts im Bild mit
weißem Hemd Manfred Huchthausen, dessen Vorfahren vielleicht
vor 3000 Jahren zur Elite einer befestigten Siedlung ähnlich
Isingerode gehörten. Daneben im blau gestreiften
Hemd Roland Lange, der mit Hilfe von Herrn Huchthausen und
Dr. Flindt die Geschichte des Nachfahren und seiner 3000 Jahre
älteren Vorfahren literarisch umgesetzt hat. (Fotos: Thomas
Dahms)
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Am 14. Juni besuchte die Archäologische
Gesellschaft
der Hansestadt Lübeck e.V. unsere Grabung in
Isingerode.
Der Verein unterstützt das Museum in Lübeck,
veranstaltet
Exkursionen usw. - er ist also unserem Verein nicht unähnlich.
Für das Wochenende planten die Lübecker eine
Exkursion ins
Harzvorland. Über Dr. Dahm und / oder Herrn Brandes vom
Heimatmuseum in Schladen hatten sie wohl von unserem Ausgrabungsprojekt
erfahren. Da unser Chef gerade in Frankreich weilte, alarmierte seine
Sekretärin Frau Morawietz mich. Ich nahm Kontakt mit Herrn
Karwath
von den Lübeckern auf und mobilisierte ein paar Freunde
(Angelika,
Achim, Gabi, Gisela und Martina). So konnten wir der Gruppe nicht nur
unser Projekt vorstellen, sondern sie mit der FABL eigenen Gastlichkeit
auch mit Kaffee und Kuchen bewirten. Es war uns eine große
Freude, und es hat wohl auch unseren Gästen gefallen.
In Lübeck bedeutet "Archäologie" natürlich
vorrangig
"Stadtarchäologie" bzw. "Mittelalterarchäologie".
Aber ich
denke, es ist uns gelungen, die Faszination eines
archäologischen
Blickes in die tiefere Vergangenheit zu vermitteln.
Die Lübecker ermunterten uns zu einem Gegenbesuch, und so
wollen
wir vielleicht im kommenden Jahr mal die archäologischen
Sehenswürdigkeiten im "hohen Norden" bereisen.
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