|
Am Samstag den
06.09.2008 besuchte ein Fernsehteam des NDR die Ausgrabung der "Freunde
der Archäologie" in Isingerode. Dabei handelte es sich um
einen einigermaßen spontanen Besuch. Es soll daraus ein
kurzer Beitrag entstehen, vielleicht zwei,drei Minuten lang, der am
kommenden
Freitag, 12.09., in
der 19 Uhr 30 Sendung auf N3
gezeigt wird.
Wer die Ausgrabung in Isingerode auf diesen Webseiten verfolgt, darf
hier keine neuen Erkenntnisse erwarten, aber es dürfte
interessant sein, zu sehen, was so ein kurzer Beitrag
überhaupt an Informationen wiedergibt.
(Hoffentlich auch zutreffend.)
(Foto: Werner)
|
|
Am "Tag des offenen Denkmals", Sonntag den
14.September, sind
in Isingerode keine Aktionen geplant. Ich möchte aber auf
Veranstaltungen bei zwei anderen Ausgrabungen hinweisen.
Die Bezirksarchäologie Braunschweig und Grabungsleiter
Jörg Weber laden ein,
Das
Germanische Gräberfeld am Thiedebach
zu besuchen.
Dieses befindet sich westlich der B248 zwischen Rüningen,
Leiferde
und Friedrichshöhe. Das Grabungsgelände liegt auf der
Baustelle eines neuen Autobahnzubringers. Die Besichtigung erfolgt auf
eigene Gefahr. Man sollte festes Schuhwerk anziehen und in keinem Fall
die ausgeschilderten Wege verlassen. Auch wird darauf hingewiesen, dass
auf dem Baustellengelände nicht geparkt werden darf.
Um 10Uhr30, 11Uhr30, 13Uhr30, 14Uhr30 und 16 Uhr erfolgen
Führungen.
Ich sage nur: 1200 tote Germanen und kein Ende! Aber was die Bedeutung
dieses großen Gräberfeldes ausmacht, sind
Aussagemöglichkeiten zur "späten Kaiserzeit" und zur
Völkerwanderungszeit. In der "Völkerwanderungszeit", wandern
die Germanenstämme - zum Teil bis nach Afrika! Nicht so unsere
Braunschweiger, das zeigt dieser Friedhof an. Vielleicht hat es ihnen
hier einfach zu gut gefallen? ;-)
Ich hoffe inständig, dass eine Finanzierungsmöglichkeit
für die Auswertung dieses Gräberfeldes gefunden wird. Es
wäre eine Sünde, lange damit zu warten.
|
|
Wer bei unserer Schwestergrabung den Tag der offenen
Ausgrabung verpasst hat, kann am 14.09. auch die Ausgrabung bei der
Hünenburg
am Heeseberg
besuchen. Auch hier werden Führungen stattfinden, ich habe
dazu aber keine genaue Zeitangabe.
Wenn man doch nur mit den Toten reden könnte!
Nun, mit dem bärtigen jungen Mann wird man vermutlich am
Sonntag reden können. Und er wird neben vielen anderen Neuigkeiten
von der Hünenburg sicher erklären, inwieweit man die nicht
mehr ganz so frischen Personen auf dem Bild zum Sprechen gebracht hat.
;-) Vielleicht sprechen sie ja mit bronzezeitlich-tschechischem
Akzent...
Wer keine Zeit findet, an diesem Sonntag Rüningen oder Watenstedt zu besuchen, muss nicht traurig sein.
Im Dezember startet im Museum in Wolfenbüttel eine Ausstellung zur jüngeren Bronzezeit:
Kein dunkles Zeitalter
Dort werden nicht nur unsere Ergebnisse aus Isingerode, sondern auch
die von der Hünenburg und von weiteren zeitgleichen
Fundplätzen aus Niedersachsen vorgestellt.
Und im kommenden Jahr wird es in Wolfenbüttel etwas zu den Rüninger Funden geben.
|