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Und noch ein
wiederentdecktes
Großsteingrab:
Süpplingenburg
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Die Geschichte kommt uns mittlerweile bekannt vor: 1976
blieb der Pflug eines Landwirtes auf einem Acker nordöstlich
von Süpplingenburg an einigen großen Steinen
hängen. Im folgenden Jahr wurde die Stelle
archäologisch untersucht: Es wurden 14 große
Steinblöcke eines offensichtlich vor langer Zeit "versenkten"
Großsteingrabes gefunden. Allerdings war die Grabanlage so
gründlich zerstört, dass ihre ehemalige Gestalt nicht
rekonstruiert werden konnte. Dennoch war deutlich, dass es sich um die
Reste eines Großsteingrabes handelte. Bei der Untersuchung
wurden Keramikscherben, ein Steinbeil und Feuersteingeräte
geborgen. Aus den Scherben konnte man ein verziertes
Tongefäß rekonstruieren, das der
Trichterbecherkultur zugewiesen wird.
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Wie
bei den Hünengräber von Groß Steinum (etwa
4 km entfernt) und Helmstedt (etwa 5 km in entgegengesetzter Richtung)
wurden nicht Findlinge, sondern die lokal vorkommenden
Quarzitblöcke als Baumaterial benutzt.
Die Steinblöcke wurden nach der Untersuchung am Rand des
Dorfes an einem See aufgestellt. Die dort
befindliche Informationstafel ist richtig mit "Steine eines
Großsteingrabes" betitelt, denn obwohl die Positionierung der
Steine die Form einer Grabkammer andeutet, handelt es sich hier nicht
um eine Rekonstruktion.
Ist das, was wir in Groß Steinum sehen, dann nicht
nur dekorative Staffage in einer Parklandschaft? Ich glaube, es war
sinnvoll, die Steine hier aufzustellen, nicht als
Großsteingrab, sondern als Denkmal
für ein Großsteingrab.
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Damit bleibt in der Landschaft ein Hinweis auf die
Vorgeschichte erhalten.
Übrigens: Obwohl vor 1976 nichts über
Großsteingräber beim Ort Süpplingenburg
bekannt war, gab es doch eine bestimmte Art von Überlieferung,
die einen Hinweis auf das Grab bewahrt hatte. Der alte Name der Flur,
auf der es entdeckt wurde, lautet "Hünenkamp". Flurnamen geben
oft Hinweise auf vorgeschichtliche Fundplätze. Namen wie
"Pottkamp" oder "Heidenkirchhof" weisen z.B. darauf hin, dass
früher auf diesen Äckern Urnen gefunden wurden. Bei
Süpplingenburg gibt es den weiteren verdächtigen
Flurnamen "Am Hünen".
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Vom Sandteich bei Süpplingenburg aus habe ich einen
kurzen Spaziergang auf eine Anhöhe etwa anderthalb Kilometer
südöstlich gemacht, weil ich hoffte von hier aus die
nur 4 km entfernten Lübbensteine bei Helmstedt sehen zu
können. Obwohl die Sicht zum Sankt Annenberg frei ist,
benötigt man dann aber wohl doch ein Fernglas bzw. ein
stärkeres Teleobjektiv.
Das Foto zeigt den Blick von dem Hügel zurück
Richtung Süpplingenburg, dahinter der Dorm. (Ein lauschiges
Plätzchen. Wenn ich im Frühjahr mal eine
Hünengräber-Wanderung von Groß Steinum bis
nach Helmstedt mache, werde ich hier mit Sicherheit eine Rast
einlegen.)
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