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Ankündigung: Am SONNTAG,
den 22. August 2010 Danach geht das Ausgrabungsteam in eine sechswöchige Grabungspause. |
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persönliche Erlebnisberichte von der Ausgrabung am
vorgeschichtlichen Burgwall bei Isingerode - |
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Die "Schlangenpriesterin"? Eine Blindschleiche (keine Schlange) hatte sich zwischen unseren Abdeckplanen versteckt. Sie wurde danach behutsam im Wald ausgesetzt. An den weiteren Juliwochenenden blieb das Wetter trocken
und heiß. Entsprechend kamen die Arbeiten nicht ganz so
schnell voran, wie ich gehofft hatte. Besonders für die
Dokumentation wirkte sich die Trockenheit ungünstig aus. Denn
gerade an einigen kniffligen Stellen konnte man auch nach
gewissenhaftem Putzen der Plana Befundgrenzen nicht so deutlich
erkennen, wie es wünschenswert gewesen wäre. Das
Einsprühen der Flächen hatte keinen positiven Effekt.
Ich habe es probiert, ergebnislos, was mir den Spott der
Mitausgräber einbrachte. Erst Anfang August wurden die
Bodenbedingungen wieder besser. Zur Veranschaulichung zeige ich mal ein
Foto von der Fläche 70-75N/5-10E während der
großen Trockenheit. In dieser Fläche sind wir bei 90
cm unter Oberfläche teilweise auf Kiesboden, obwohl wir den
gewachsenen Boden eigendlich erst tiefer erwarten. Foto links: Der Quadrant
70-75N/5-10E. am 25.07. nach dem Putzen der Fläche. Bei der
großen Trockenheit erscheint auf dem Foto hinterher alles in
einheitlichem Grau, obwohl beim Putzen klare Unterschiede in der
Bodenbeschaffenheit erkennbar waren. Auch das Befeuchten der
Fläche hatte keinen Sinn, da danach auf dem Foto nur die
Feuchtigkeitsunterschiede erkennbar waren, also die zuletzt
eingesprühte Ecke dunkler war. Wesentliche
Veränderung in unserem Schnitt ist, dass wir einige
Profilstege entfernt haben, die nach dem jetztigen Stand der Ausgrabung
keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn mehr versprechen, sondern
eher den Blick auf die Zusammenhänge zwischen den Quadranten
versperren. Besonders aufschlussreich wird, denke ich, das Nordprofil,
und besonders hier war der alte Steg auf der 5 Meter Ostlinie einfach
nur im Weg.
Foto links: Eine
interessant verzierte
Scherbe aus dem Wallschutt unterhalb der jüngsten
Brandschicht.
(Reinhard hat seinem Ruf malwieder alle Ehre gemacht und ein
interessantes Stück gefunden, wo es niemand erwartete.)
Natürlich wurden an den vergangenen Wochenenden wieder
hunderte
von Scherben gefunden. Diese aber ist interessant, weil aus
der
betreffenden Schicht datierbare Stücke rar sind. Ich
persönlich habe keinen Datierungsansatz für diese
Verzierung
im Kopf, aber weil sie im Fundgut hervorsticht, wird es in der
Literatur
irgendwo Vergleichsstücke geben. Wenn das alles sehr verwirrend klingt, empfehle ich, uns am 22. August zu besuchen. Dann wird in zwei Führungen unser Profiarchäologe und Chef Wolf-Dieter Steinmetz in bewährter Weise das Ganze sortiert und anschaulich erläutern. Die verbleibenden drei Grabungstage bis dahin werden wir versuchen, die bisherigen Ergebnisse noch besser "herauszuputzen". Erst jetzt lassen das die Bodenverhältnisse auch wieder zu. Ich habe schonmal mit dem großen diagonalen Profil angefangen (Foto unten).
Der mittlere Abschnitt des großen Diagonalprofils. Hier waren wir im vergangenen Jahr schon tätig und haben den gewachsenen Boden mit dem knallorangenen Kies erreicht. Dieser Abschnitt ist noch geprägt von den verschiedenen Schutt- und Brandschichten des Wallsockels. Für die Grabungspause nach dem 22. August habe
ich mir
vorgenommen, eine systematische Zusammenfassung zu schreiben, mit
anschaulichen Grafiken. Außerdem arbeite ich an zwei Exkursen
zu
den Themen: |
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