
![]() - persönliche Erlebnisberichte von der Ausgrabung am vorgeschichtlichen Burgwall bei Isingerode - |
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Keramik aus der Brandschicht 2 Schauen wir mal etwas näher auf Keramik. Im Zusammenhang mit der Brandschicht, die wir als "B2" bezeichnen, haben wir mehrfach größere Teile von Gefäßen gefunden. Ein einfacher, grobkeramischer Becher ("Uwes Becher") war vollständig erhalten. Eine kleine Schale ist mittlerweile vom Restaurator des Museums rekonstruiert. Eine größere Schale ("Angelikas Sahneschüssel") ist fast vollständig erhalten gewesen. Zwei größere Gefäße haben mich zur Weißglut gebracht, weil zwar alle Teile zur vollständigen Rekonstruktion des Gefäßprofils vorhanden waren, aber bisher kein Klebstoff in der Lage war, das Gewicht der großen Teile dauerhaft zu verbinden.
1) größere Schale aus Isingerode, Brandschicht "B2", ca. 20 cm Durchmesser, kannelurenverzierte Schulter, 2) kleinere Schale aus derselben Schicht, 3) mir zufällig untergekommene Zeichnung eines Vergleichsstücks zur großen Schale in dem betagten Werk ENGEL: Vorzeit an der Mitelelbe, Burg 1930, S.281, Fundort Thale (Kr. Quedlinburg), von Engel seinerzeit eingeordnet als Periode-V-zeitlich. In der Kampagne des letzten Jahres kamen nun erneut
große
Teile eines größeren Gefäßes
hinzu - bei denen wiederum keine Chance besteht, sie an einigen
kritischen Stellen dauerhaft ohne Stützkonstruktion zu kleben.
Ich möchte hier eine zeichnerische Rekonstruktion versuchen.
Wer die Geduld hat, mag mir folgen, mich auch anschließend
gegebenenfalls kritisieren. Es ist vielleicht unüblich viel
Geschreibe um
ein
einzelnes Gefäß.
Interessierte mögen erkennen, dass es ein hartes
Geschäft ist. Es bleibt ein Versuch. |
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Westprofil bei 54N mit
Fundsituation des hier
behandelten Gefäßes. |
Beschriftet: Die Gefäßreste in Verlängerung der klar erkennbaren Holzkohle von Brandschicht 2, deutlich unterhalb von Brandschicht 1. |
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Vom Bodenansatz bis zum Schulteransatz sind viele
anpassende Teile vorhanden. Von der eigendlichen Schulter
("Sollbruchstelle" am Schulterumbruch) und vom
Gefäßhals nur wenige. In dem Scherbenkomplex fand
sich nur eine einzige Randscherbe, deren Zugehörigkeit wegen
der um etwa einen Millimeter stärkeren Wandung fraglich ist.
Sie ließ sich nirgends anpassen, könnte aber von der
Machart her zu dem Gefäß gehören. |
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Die Unterseite des Gefäßes, vom Boden bis zum Schulterumbruch - "Schulterabbruch". |
Anpassung von Scherben, Schulter mit Kannelurenverzierung bis zum Hals. |
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Vom Boden bis zum Hals: Profilfoto. |
Unterbrechung zwischen Kannelurengruppen. |
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Gefäßboden - nicht ganz kreisförmig. |
Mögliche, aber nicht anpassende Randscherbe. |
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So könnte es ausgesehen haben. (Nicht meckern.
- Ich weiß, dass man in einer wissenschaftlichen Zeichnung
auch die Ränder der Einzelscherben einzeichnet, das
Gefäßprofil nochmal mit Wandungsstärke
zeichnet usw..) |
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