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Lothars kleines Grabungstagebuch 2007
Persönliche Erlebnisberichte  von der Ausgrabung am Burgwall Isingerode
12. Folge: 06. und 07. Oktober

(Am 06. war ich berufsbedingt nicht anwesend.)

Die diesjährige Kampagne nähert sich langsam ihrem Ende. Sie erbrachte in allen Bereichen ein großen Erkenntniszuwachs. Dennoch zeichnet sich ab, dass auch am Ende dieses Jahres noch viele Fragen offen bleiben, und dass wir über weite Teile unseres Schnittes nicht den gewachsenen Boden erreichen werden.



Ich persönlich habe weiterhin die Hoffnung, dass es gelingt, "Michaels Graben" (den äußeren) bis zur Sohle zu erfassen. Es sieht so aus, als könne es sich dabei nur noch um ein paar Eimer Erde handeln, aber Michael macht hier weiterhin alle paar Zentimeter einen Fund:  Knochen, Scherben
- und ein Horn.

Im inneren Graben ist der Aufbau der Verfüllschichten nun schon viel klarer. Auch die Datierung ist durch viel zusätzliches Material besser abgesichert. Nur sind wir nach den Einbrüchen in der östlichen Profilwand derzeit nicht sehr viel näher an der Grabensohle, als zu Beginn des Jahres. Hier müssen wir uns wirklich etwas einfallen lassen. Vielleicht werden wir zunächst das schöne Westprofil bis in 2 m Tiefe aufnehmen, dann irgend eine Art von Verschalung bauen, und erst im kommenden Jahr die Sache abschließen. Dabei könnte es in sich jetzt, wo wir am inneren Rand des Grabens den gewachsenen Boden haben, anbieten, die unterste Verfüllschicht weiter bis zur Sohle zu verfolgen. Wie wir weiter vorgehen, ist von vielen Faktoren abhängig. Die Arbeit im Graben ist mühselig und für die freiwilligen Helfer vielleicht nicht immer so spannend, aber wir müssen hier durch!

Im nördlichen Teil der Fläche haben wir lange Zeit den Bereich unberührt gelassen, in dem wir schon dicht unter der Pflugschicht auf eine von Steinpackungen begleitete Holzkonstruktion gestoßen waren. Nun haben wir uns daran gemacht, an diesem äußerst spannenden Befund weiterzuarbeiten. Das wird uns sicher noch im kommenden Jahr weiter beschäftigen, denn wie sich zeigte, liegen unter den ersten Balken weitere, die natürlich mit großer Vorsicht freigelegt und dokumentiert sein wollen. Zunächst haben wir durch die ganze Struktur einen ca. 50 cm breiten Schnitt gelegt, um im Profil deren Aufbau zu erkennen. Dieser Schnitt ist noch nicht sehr tief vorangekommen, aber ich zeige hier schonmal ein Foto. Wenn man das Profil putzt, bemerkt man mit der Kelle in der Hand den Materialwechsel. Auf dem Foto erscheint das alles dann wieder nur in fast einheitlichem grau-braun. Erhöht man aber die Farbsättigung, so werden die Schichten deutlich besser erkennbar (Foto rechts).

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→ Offizieller Zwischenbericht mit Stand vom Oktober 2006 auf der Webseite der "Freunde der Archäologie"

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