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Lothars kleines Grabungstagebuch 2007
Persönliche Erlebnisberichte  von der Ausgrabung am Burgwall Isingerode
10. Folge: Tag der offenen Ausgrabung am 22. September


Für den 22. September verwandelten wir das Umfeld unserer Ausgrabung in eine Art "Freilichtmuseum". Die Besucher konnten sich bei zwei Führungen, an Schautafeln und Vitrinen über die bisherigen Ergebnisse unserer Arbeit informieren, und auch einfach sehen, wie denn so eine Ausgrabung funktioniert. Natürlich gab es für ein geringes Entgeld auch Kuchen, Bratwurst, kalte und heiße Getränke.
Der Tag war ein voller Erfolg. Man muss einräumen: Wir hatten großes Glück mit dem Wetter!
An dieser Stelle möchte ich nur ein paar knapp kommentierte Fotos zeigen.

Die beiden Führungen waren gut besucht, und unser "Chef" Wolf-Dieter Steinmetz konnte den Gästen dreidimensional zeigen, was in einer normalen Museumsausstellung nur in Karten und Plänen zu präsentieren ist.


Foto links: Uwe und Achim lassen sich durch die Besucher nicht irritieren, treiben die Ausgrabung Schicht für Schicht voran.




Foto rechts: In den Vitrinen wurden die anschaulichsten Funde gezeigt, z.T. Scherben den rekonstruierten Gesamtgefäßen gegenübergestellt.  Hier betrachtet Professor Meibeyer unsere besten Scherben aus der "germanischen" Grabenphase.

Foto links: Hervorragende Ergebnisse hat uns bisher die geophysikalische Prospektion ("Bodenscan") mit hochauflösendem Gerät durch Thomas Schenk geliefert (siehe → hier). An diesem Tag stellte nun Jan Grosser vom Institut für Geophysik der TU Braunschweig seine Technik vor, geophysikalische Prospektionen mit einem ferngesteuerten Miniluftschiff als Trägersystem durchzuführen. Durch den größeren Abstand vom Boden wird dies sicher deutlich weniger detailreiche Bilder liefern, aber es eröffnet die Möglichkeit, in kurzer Zeit große Flächen zu erfassen. In Isingerode soll diese Technik in Zukunft erprobt werden, um z.B. festzustellen, wie weit und wo sich Siedlungsbefunde außerhalb der eigendlichen Befestigung erstrecken.
Foto rechts: Reinhard und Bernd müssen pausieren, damit Wolf-Dieter Steinmetz die Befunde erläutern kann.


Nach einem wunderbaren Tag saßen wir noch lange beisammen.
An dieser Stelle nochmal besten Dank an die Familie Meyer für vielfältige Unterstützung!

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→ Offizieller Zwischenbericht mit Stand vom Oktober 2006 auf der Webseite der "Freunde der Archäologie"

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