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Kampagne 2007: |
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Lothars
kleines Grabungstagebuch 2007 |
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Zu knapp war meine Zeit in den vergangenen Wochen, um an dieser Stelle regelmäßig weiter zu berichten. Deshalb schreibe ich hier aus meinen Notizen und aus der Erinnerung einen Überblick zusammen. Im
Grunde genommen arbeiten wir weiterhin in einem einzigen, langen
Schnitt. Der allerdings zerfällt in sehr unterschiedliche
Abschnitte. Diese möchte ich, von Süden (auch:
"außen" oder "unten", da wir an einem Südhang
arbeiten) nach Norden (bzw. "innen" oder "oben")
folgendermaßen beschreiben: 1.
Im "äußeren
Graben" hat sich
inzwischen viel getan. Schon beim Abtiefen war eine Grenze im Boden
erkennbar, die eine fundleere Fläche aus
gelbem Kies einem fundreichen, graubraunen Streifen trennt. Hier hat
vor allem Michael gearbeitet, mit wechselnder Unterstützung
durch Hubertus, Dieter, Herrn Ackermann und Herrn Krätzschmar.
Im Bereich der Grabenverfüllung sprangen die Scherben nur so
aus dem Boden. An einem einzigen Samstagvormittag machte Michael
siebzig Scherbenfunde. An zwei Stellen lagen so viele Scherben gleicher
Machart dicht beieinander, dass sich hier wenn nicht
vollständige Gefäße, so doch hoffentlich
annähernd vollständige
Gefäßprofile rekonstruieren lassen werden. Eine
große Randscherbe sah verdächtig nach dem
Bruchstück einer Schale aus, wie sie als Deckschalen von
Urnengräbern Verwendung fanden. Weitere Hinweise auf ein
zerstörtes Urnengrab konnten bisher nicht erkannt werden. Auch
erwarten wir im unmittelbaren Vorfeld der Befestigungslinie bzw. am
Rand des Grabens keine Bestattungen. Aber man ist ja nie vor
Überraschungen sicher. (Leider habe ich keine Fotos der Funde.) |
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↑ Geputztes Planum im Abschnitt "äußerer Graben" |
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...näher... |
↑ ...noch näher, perspektivisch entzerrt, Farbe und Kontrast bearbeitet. |
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Es sei bemerkt, dass es nach dem 6. Mai endlich geregnet hatte, was die Arbeit erheblich erleichtert. Am Wochenende (12./13.05.) blieben wir - bis auf einen kurzen, heftigen Hagelschauer - von ernsten Niederschlägen verschont. Merkwürdiger Weise setzte am Samstag (12.) der Regen immer genau dann ein, wenn unser Grabungsleiter das Zeichenbrett auspackte. Eine Ausgrabung ist kein Wunschkonzert, erst recht nicht, was das Wetter angeht. Wenn wir uns das Wetter wünschen könnten, so sollte jeweils nachts ein leichter Regen niedergehen, während es tags heiter bis wolkig sein darf. Für das Fotografieren ist übrigens nicht Sonnenschein, sondern ein gleichmäßig bedeckter Himmel optimal. ← Das Wasser steht im Schnitt. So sah es aber nur kurz nach dem Schauer aus. Zuviel Wasser ist natürlich genauso übel, wie zu wenig. |
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2.
Im vergangenen Jahr hatten wir den Schnitt im Bereich des "inneren Grabens"
nur auf halber Breite bis etwa 2 m 50 Tiefe untersucht. Nun ist die
andere Hälfte dran. Darum haben sich an den vergangenen
Wochenenden besonders Bärbel und der unermüdliche
Achim
Scheffler verdient gemacht. Das Fundaufkommen war eher gering,
und
leider waren keine so aussagekräftigen Funde dabei, wie die in
der letzten Folge
beschriebenen.
Diese stammten übrigens nicht mitten aus dem Graben, sondern
aus
dem äußeren Randbereich. Hier machte Bärbel
nun auch
den ersten "Metallfund" der Saison: Einen undefinierbaren
Rostkrümel von zweieinhalb Zentimetern Länge.
Immerhin: Wir
übersehen nichts. Und vielleicht kann der Restaurator mit dem
Röntgengerät sogar noch erkennen, was das mal war.
Vielleicht
auch nicht. FORTSETZUNG FOLGT
IN KÜRZE.
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↑ Uwe, Lothar
und Hubertus als "Putzkolonne" im "Wallbereich. |
↑ Die langen
Schatten der Ausräber. |
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↑ Johanna Jasmin |
↑ Werner
entdeckt ein Steinpflaster (unten rechts). |
↑ Ausgraben: Eine sehr "bodenverbundene" Tätigkeit. Es sieht bequemer aus, als es ist. |
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