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Kampagne 2007: |
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Ausgrabung
Burgwall Isingerode - Kampagne 2007 |
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In der Archäologie ist oft GEDULD gefragt. Mehr als fünf Monate mussten die Mitglieder des Ausgrabungsteams der "Freunde der Archäologie im Braunschweiger Land" warten, bis sie wieder die Kelle in die Hand nehmen durften. Einige Mitglieder hatten die Wintermonate zur Aufarbeitung der Funde des letzten Jahres genutzt. Aber an jedem sonnigen Wochenendtag wurde das Kribbeln in den Fingern stärker, der Ruf der noch verborgenen Schichten "Entdeck mich!" und der Scherben "Find mich!" lauter. Endlich kam das Osterwochenende. Und bei allerbestem
Grabungswetter ging es wieder in den Schnitt, dem Boden die Geheimnisse
der Vorzeit zu entreißen. Die ersten viereinhalb Tage der
diesjährigen Kampagne erbrachten viele neue Funde, und schon
zeichnen sich auch weitere Strukturen ("Befunde") ab. "Lothars
kleines Grabungstagebuch" berichtet über den
Fortgang
der archäologischen Ausgrabung am Burgwall Isingerode. Diese
wird geleitet von Wolf-Dieter Steinmetz, dem Archäologen des
Braunschweigischen Landesmuseums, und durchgeführt von
ehrenamtlichen Helfern, den "Freunden der Archäologie im
Braunschweiger Land". (→FABL-Webseite) So vielfältig waren die Ereignisse des Wochenendes, dass ich sie nur knapp zusammenfassen möchte. 05. bis
09. April 2007 |
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Der Schnitt: |
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Der Schnitt des vergangenen Jahres von 3mx30m (gelb=B)
wurde um die neuen Flächen A (8mx5m) und C (3mx10m) erweitert.
In der Fläche A soll überprüft werden, ob
sich hier die verkohlte Balkenstruktur 1 fortsetzt, die nach aktueller
Interpretation die Innenseite der Befestigungslinie darstellt. Nach dem
Putzen des ersten Planums (25cm unter heutiger Oberfläche,
direkt unter der abgeschobenen Pflugschicht) zeichnen sich bereits
Holzkohlespuren ab, die diese Vermutung stützen. |
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Werfen wir einen Blick auf die neue Fläche A: |
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↑ Ausschnitt aus der neuen Fläche A, Planum 1, ca. 25cm unter heutiger Oberfläche, frisch geputzt, Süden oben. |
↑ Klar erkennbar zeichnen sich die neuzeitlichen Plugspuren ab. Damit haben wir exakt die Untergrenze der Pflugschicht erwischt. Dank an den Baggerführer von der Samtgemeinde Schladen für seine hervorragende Vorarbeit! Dank auch an Bernd Maul für die gute Zusammenarbeit beim Putzen. - Wir beide sind ein gut eingespieltes "Putzteufel"-Team. |
↑Es scheint, dass sich hier tatsächlich die Befunde des vergangenen Jahres verlängern. Die Pfeile markieren die verkohlten Balken aus dem alten Schnitt. Nach Nordosten (links unten) deuten sich differenzierte Befunde an, die ich hier nicht mit Hilfslinien markiert habe. |
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Die Funde: |
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Das Wochenende brachte mehrere hundert Funde. Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil um uncharakteristischen Keramikbruch, der uns vor allem anzeigt, dass wir uns in vorgeschichtlichen Kulturschichten bewegen. Eine Reihe von Stücken weist jedoch charakteristische Merkmale auf, die die Zuordnung zu einem bestimmten Gefäßtyp oder gar eine Datierung erlauben. |
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← Ein Fund, den Hubertus auf der neuen
Fläche C (Bereich äußerer Graben) machte.
Die Randscherbe ist mit einer Dellenleiste verziert, und unterhalb der
Verzierung gerauht. Das Stück läßt sich
sehr gut datieren. Es gehört in die frühe Eisenzeit,
grob ins achte Jahrhundert vor Christus. Natürlich ist damit
nicht gleich der äußere Graben datiert. Dazu
müssen wir wohl noch einiges an Erde bewegen, denn als
datierend gilt, was unten drin steckt, nicht, was oben
draufliegt. |
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